Institute for
OST

RobotA-Smart Farming

Anwendungen autonomer Systeme in der Landwirtschaft

 

 

 

Ausgangslage

Ein moderner Landwirtschaftsbetrieb steht gleichzeitig vor mehreren Herausforderungen. In den industriell weit entwickelten Ländern sind es Arbeitskräftemangel und Schutzmittelverbote. Der durch das Biozide erzwungene Übergang vom traditionellen zum ökologischen Landbau wirkt sich positiv auf die Lebensmittelpreise aus, aber die Biolandwirtschaft ist durch einen hohen manuellen Arbeitsaufwand gekennzeichnet. Deshalb wurde am ILT die Initiative RobotA ins Leben gerufen. Sie verfolgt das Ziel der vollständigen Automatisierung und der Digitalisierung landwirtschaftlichen Arbeiten und Prozesse. Das Institut arbeitet eng mit führenden Forschungsinstitutionen in der Schweiz und der EU zusammen.

Abbildung 1: Projektskizze

 

Ziele des Projektes WeedEraser

Das, als Studentenprojekt gestartete, «WeedEraser» ist der erste Schritt in die Richtung eines autonomen, kollaborativen Robotiksystems, das ökologisch und effizient Unkraut bekämpfen kann. Das System besteht aus mehreren Komponenten, die auch einzeln einsetzbar sind. Gegenwärtig ist ein Bodenfahrzeug (UGV) mit einem SCARA Arm ausgestattet, dass automatisch die Unkrautpflanzen erkennt wird und diese behandelt.

 

 

 Abbildung 2: WeedEraser

 

Stand des Projekts

Mit den Umsetzungspartnern fenaco AG, Huawei und Sunrise Communications AG, sowie Forschungspartner Agroscope, Digital Production ist das Projekt „Broad Leaved Dock Control“ im Herbst 2020 gestartet. Das Projekt hat das Ziel, mit Hilfe der 5G Technologie und UAV die Pflanzenerkennung in einer Cloud durchzuführen
und anschliessend den Behandlungsvorgang via Mobilfunk auf die Landmaschine zu übertragen. So werden nur die geolokalisierten Pflanzen in einem effizienten Arbeitsschritt behandelt. Dieses Projekt ist durch Innosuisse finanziert.

Abbildung 3: Erkannte Unkrautpflanzen

Kontakt: Prof. Dr. Dejan Seatovic, ILT, dejan.seatovic(at)ost.ch